HBK Braunschweig Diplom 2020
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Klasse Wolfgang Ellenrieder
Kanibalissima
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Malerei und Skulptur
2010: Eruptions of Eyjafjallajökull
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Marilena Raufeisen

Marilena Raufeisen (*1992) bricht mit ihren Arbeiten oft den klassischen Ausstellungskontext auf. Sie verändert Wahrnehmungs- und Handlungsmuster, übertritt Kunstkonzepte und hinterfragt soziale Beziehungen und Normen. Ihre Arbeit ist durch eine intensive Analyse der Umgebung gekennzeichnet, sowohl des Greifbaren als auch des Emotionalen. Interaktion mit Anderen, Reaktionen, Diskussion und Situationen beeinflussen ihre Denk- und Arbeitsprozesse. Die Methodik umfasst Recherche, Feldforschung, Beobachtung und Interviews. Marilena Raufeisen arbeitet ohne festes Medium, vielmehr entstehen die meisten ihrer Arbeiten aus einer langfristigen Auseinandersetzung mit vorhandenen Materialien und Erweiterungen/Entgegensetzungen zu diesen, die als Konstellation von Installationen, Videos, Fotografien, Aktionen, Ton- oder Textarbeiten sichtbar gemacht werden. Dabei sollen Denkanstoß und Teilhabe erzeugt werden. Betrachter*innen werden oftmals als Teil der Arbeit verstanden, Kontextbezüge und Kollaboration sind integrale Bestandteile ihrer Arbeit als Künstlerin. Ihrer Arbeitsweise sind Kommunikation, Kollaboration und Vermittlung immanent, denn Kunst ist kein unvergängliches, für ewige Zeiten festgelegtes Schema, sondern sollte als Erfahrungsraum verstanden werden, der mit kulturellen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und/oder politischen Feldern vernetzt ist. Die daraus resultierenden Möglichkeiten, ihre Dynamik und die damit verbundene soziale Verantwortung spielen eine entscheidende Rolle.
REVIER(Arbeitstitel)
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Installationsansicht


Klar und reduziert. Still und sanft.

Leises Gemurmel. Ein leichter Windhauch.
Beim Betreten des Raums in der Ernst-Amme-Straße 16 dominiert ein Tresen. Darauf liegen Saalzettel, Kopfhörer und Gästebuch, Dinge, die den Ort definieren: Ein Ausstellungsraum.
Mitten in diesem klassischen white cube ein weißer Vorhang. Der Windhauch eines Deckenventilators bewegt ihn sanft. Entspannte Stille, die nur durch ein leises Gemurmel aus den Kopfhörern unterbrochen wird. Durch den transparenten Stoff schimmert ein Teil des Raums hindurch. Versteckt und doch sichtbar, verbindend und verhüllend zugleich.
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Text: Melanie Prost, 2020
RHIZOME ACCESS MEMORY
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Tropfend, pulsierend, fließend, schichten sich schemenhaft in dünnen flüssigkeitsgetränkten Ebenen neue Bildräume zusammen, die sich einer Repräsentanz der Wirklichkeit entziehen. Ein Bildkosmos der Erinnerung in rhizomartigen Strukturen verknüpft und im Bildträger einen Zugang zu einer visualisierten Erinnerungsschleife ermöglicht. Die Arbeiten von Emil Schiegnitz scheinen zu wachsen und schleifen dabei an der Grenze zwischen Natürlichem und Künstlichem.
Ausstellungsansicht: Rhizome Access Memory
Rhizome Access Memory
Öl auf Leinwand
510 * 280 cm
2020
Le gôut du citron
Öl auf Leinwand
195 * 145 cm
Légumes de la nuit
Öl auf Leinwand
145 * 115 cm
The balcony is damaged
Öl auf Leinwand
120 * 100 cm
2018

Space Bound
Bleistift auf Papier
14,8 * 21 cm
2020

Légumes au soleil couchant
Öl auf Leinwand
90 * 45 cm
2020
Le gout de l'eau
Öl auf Leinwand
65 * 50 cm

Ping Pong
2020
Siebdruck auf Papier
35,5 * 27,5 cm

Grünes Bad
Siebdruck auf Papier
35,5 * 27,5 cm

Magnetisches Desaster
Öl auf Leinwand
50 * 40 cm
2020

Schichtwechsel
Öl auf Leinwand
46 * 38 cm
2020